Mit Witz, Bass und Trompete 

Das Duo Gansch und Breinschmid (Bild: Julia Wesely)

Wenn Virtuosität auf Humor trifft und Jazz keine Grenzen kennt, sind Gansch und Breinschmid am Werk.

Kon­tra­bass und Trom­pe­te mi­schen sich mit ei­ner gu­ten Por­ti­on Schalk – ei­ne wohl tref­fen­de Be­schrei­bung für das ös­ter­rei­chi­sche Duo Gansch und Brein­schmid. Die bei­den Aus­nah­me­mu­si­ker Tho­mas Gansch und Ge­org Brein­schmid sind weit mehr als ei­ne klas­si­sche Jazz-For­ma­ti­on: Sie spren­gen Gen­re­gren­zen mit Vir­tuo­si­tät, Witz und un­bän­di­ger Spiel­freu­de. Am 30. März tre­ten sie im Rah­men der Ver­an­stal­tungs­rei­he «Klang­reich» der Ge­sell­schaft für Li­te­ra­tur, Mu­sik und Kunst in Ro­mans­horn auf. 

Als Duo kom­bi­nie­ren Gansch und Brein­schmid ih­re viel­fäl­ti­gen mu­si­ka­li­schen Ein­flüs­se. Ihr Re­per­toire reicht von Swing über klas­si­sche Klän­ge bis hin zu im­pro­vi­sier­ten Pas­sa­gen, die ir­gend­wo zwi­schen Ka­ba­rett und mu­si­ka­li­scher An­ar­chie an­ge­sie­delt sind. «Schil­lernd, viel­sei­tig, vir­tu­os!», schreibt die Ver­an­stal­te­rin auf der Web­site. 

Auf tech­nisch ho­hem Ni­veau ent­lockt Gansch sei­ner Trom­pe­te un­kon­ven­tio­nel­le Klang­far­ben – Brein­schmid ver­schmilzt mit sei­nem Kon­tra­bass und wird wahl­wei­se zur kom­plet­ten Jazz­band oder zum Per­cus­sion-En­sem­ble. Was das Duo viel­leicht so be­son­ders macht, ist ih­re Art, kom­ple­xe Mu­sik mit ei­ner Leich­tig­keit und ei­nem Au­gen­zwin­kern zu prä­sen­tie­ren.

Mit spon­ta­nen Dia­lo­gen und über­ra­schen­den mu­si­ka­li­schen Wen­dun­gen trei­ben sich die bei­den ge­gen­sei­tig zu Höchst­leis­tun­gen an. Was als nächs­tes pas­siert, bleibt un­be­re­chen­bar: Ein sanf­tes klas­si­sches Mo­tiv schlägt un­ver­mit­telt in ra­san­ten Be­bop um, ei­ne jaz­zi­ge Bal­la­de kippt in ein schrä­ges Klang­ex­pe­ri­ment.

Gansch und Brein­schmid: 30. März, 17-18 Uhr, Ver­an­stal­tungs­rei­he «Klang­reich» der Ge­sell­schaft für Li­te­ra­tur, Mu­sik und Kunst, Ro­mans­horn (Re­ser­va­ti­on not­wen­dig)

klang­reich.ch

Mehr zu den Künstlern

Tho­mas Gansch (1975*) ist ein re­nom­mier­ter Trom­pe­ter, der be­reits mit 17 Jah­ren bei den Wie­ner Phil­har­mo­ni­kern spiel­te. Er ist Grün­dungs­mit­glied des Blech­blä­ser­en­sem­bles Mno­zil Brass, mit dem er in­ter­na­tio­nal auf­tritt, un­ter an­de­rem bei den Salz­bur­ger Fest­spie­len und in der Car­ne­gie Hall.

Ge­org Brein­schmid (1973*) ist ein her­aus­ra­gen­der Kon­tra­bas­sist und Kom­po­nist. Nach sei­ner klas­si­schen Aus­bil­dung spiel­te er in re­nom­mier­ten Or­ches­tern wie dem Ton­künst­ler-Or­ches­ter Nie­der­ös­ter­reich und den Wie­ner Phil­har­mo­ni­kern. Mit et­wa 30 Jah­ren wand­te er sich dem Jazz zu und ar­bei­te­te mit ver­schie­de­nen in­ter­na­tio­na­len Jazz­grös­sen.