Aebi crush into crashed blackbird

Ausgerechnet beim ruhigsten Lied von A Crashed Blackbird Calles Rosehip beliefert ein Aebi die Bar nebenan. Trotz Störung sind die Leute glücklich über den Auftritt der St.Galler Band am Openair. 

Von  Marco Kamber

Man hat mir berichtet, es soll ein sehr schönes Konzert gewesen sein. Die St.Galler «A Crashed Blackbird Called Rosehip» hat heute Mittag die Sternenbühne eröffnet. Marie Malou und Dominik Kesseli kennt man von Bühnen, oder von vor Bühnen, oder von der Bad Bonn Kilbi, oder vom Trottoir. Auf alle Fälle schmeisst die Kombination der beiden Stimmen und ihrer Stimmungen, gekoppelt mit Kesselis faszinierenden Musikgerätehaufen, die Zuhörer in die schönsten und tiefsten Tiefen. So soll es auch heute Mittag bei der Zeltbühne gewesen sein, wo sicher circa 500 Leute lauschten. Blöd nur, wenn nicht die Musiker einen aus der Tiefe hochziehen, gegen Ende des Liedes, gegen Ende des Konzerts – sondern ein Aebi (s. Bild unten), der gerade die Bar nebenan beliefert, und deswegen durch die Menge tuckert, und weil sein Lenker ein pingeliger ist, auch noch ein bisschen zirkelt, bis alles stimmt, er gerade in der Spur steht. Und das ausgerechnet beim ruhigsten Stück.

Der Aebi war dann aber wieder weg, und die Leute glücklich über die Band, die auch nochmals rausgeklatscht wurde für eine Zugabe, was sonst nicht Usus ist, mittags nach zwölf bei der Sternenbühne.

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Übrigens, noch zu gestern Nacht:
Sigur Ros waren beeindruckend, wenn auch etwas leise und grottig abgemischt. Die Bässe wollten sich irgendwie nicht mit den Mitten beziehungsweise den Höhen anfreunden, was leider das ganze eigentlich intensive Konzert ein wenig entschärfte. Die über zehn Leute auf der Bühne und des Sigur Rosses Sänger Jónsi Birgisson, der seine Gitarre meistens mit dem Bogen spielte, passten aber gut in die nächtliche Szenerie. Spielt man solche Musik, kann man eigentlich nichts falsch machen an diesem Ort zu dieser Zeit. Vor der Bühne war es nicht so eng, jeder hatte ein wenig Platz, jeder war ein wenig für sich, ausser die Pärchen natürlich. Ich war zufrieden, hätte mir allerdings etwas mehr Brachialität gewünscht.