Zum zweiten Mal lädt die Design Week zum Stelldichein der St.Galler Branchenszene. Saiten hat fürs Märzheft mit den Verantwortlichen gesprochen, vier Ateliers in St.Gallen besucht und drei ausgewanderte Designer:innen porträtiert. Ausserdem im erspriesslichen März: der vierte Nachtrag zum St.Galler Bau- und Planungsgesetz, der Bücherfrühling, das Redeplatzinterview mit Regierungsrat Beat Tinner zum Bibliotheksdebakel und vieles mehr.
In ihrem neusten Werk Melodie erforscht Regisseurin Anka Schmid die Kraft der Stimme. Dabei begegnet sie unterschiedlichen Protagonist:innen und diversen Effekten des Singens – bis ins tiefste Appenzellerland.
Worries And Other Plants laden ein zum nächsten Roadtrip: Auf dem neuen Album Sweet Heart Sugar Love schicken sie die Hörer:innen auf die Suche nach ihren Songs. Wer sich darauf einlässt, entdeckt eine sehr spannende Klanglandschaft.
In der alten Bäckerei an der Oststrasse 5 in St.Gallen haben sich in den letzten Monaten rund ein Dutzend Kunstschaffende eingemietet. Die Stadt erhält damit ein neues Atelierhaus – und bekommt für die unbewohnbar gewordenen Räumlichkeiten sogar noch Miete.
Das Rümpeltum in St.Gallen und der Horst-Klub in Kreuzlingen sind zwar keine Clubs im eigentlichen Sinn. Als autonome Kulturlokale sind sie aber unverzichtbar, weil solche Freiräume aus Städten immer mehr verdrängt werden. Beide blicken in eine ungewisse Zukunft: Während das «Rümp» in finanzielle Schieflage geraten ist, weiss der Horst nicht, wie lange er in den jetzigen Räumen bleiben kann.
Ab Ende Februar wird St.Gallen wieder zum Treffpunkt für junges Theaterpublikum. Das Jungspund-Festival kuratiert elf Schweizer Produktionen der freien Szene und ruft erstmals eine Jugendjury ins Leben.
Im historischen Haus Max Burkhardt in Arbon zeigt die Fotografin Nora Dal Cero die Serien Stranded und Summertime Sadness. Es geht um Umweltschutz, natürliche Ressourcen und Klimawandel. Am 28. Februar ist die Vernissage.
Eine Meditations-Bewegung lässt sich in einem Schweizer Bergdorf nieder. So passiert in den 70er-Jahren in Seelisberg. Der Urner Regisseur Felice Zenoni hat die Geschichte in seinem neuen Dokumentarfilm Namaste Seelisberg aufgearbeitet.
Heppelers Bestiarium
Die St.Gallerin Julia Sutter hat ihren Debütroman veröffentlicht. Und das wäre erst der Anfang ist ein pointiertes Werk mit grosser Sogwirkung. Am 25. Februar findet die vom Literaturhaus St.Gallen organisierte Premiere statt.
Auch in der intellektuell-kultivierten Elite St.Gallens schaute man in den 1930er- und 40er-Jahren mit einiger Sympathie nach Norden und Süden. Zu den Braungesinnten zählten etwa einige Rotarier, ein späterer HSG-Rektor und ein Theaterdirektor.
Am 8. März entscheiden die Stimmbürger:innen im Kanton St.Gallen über die Kantonsstrasse zum See und über den Landverkauf in Wil-West – an beiden Orten mit neuen Autobahnanschlüssen. Es wird ein Abstimmungswochenende mit Signalwirkung für die Verkehrswende.
Seit einem Jahr erscheint jeden Dienstag der Saiten-Kulturnewsletter. Eine Idee, die Saiten lange hegte, die mittlerweile sehr geschätzt wird und welche die Kulturberichterstattung in der Ostschweiz auch künftig bereichern soll.
Kommentar von Autor Christoph Keller
24/7 Traumacore
Der Stadtrat hat den Historiker Peter Müller mit der Aufarbeitung der St.Galler Beteiligung an der Sklaverei beauftragt. Eine Mammutaufgabe, die bei dieser Ausgangslage kaum bewältigbar ist.
In St.Gallen fand am vergangenen Samstag einer der grössten und militantesten rechtsradikalen Aufmärsche der letzten Jahre statt – toleriert von einer überforderten lokalen Polizei. Um die angekündigte Impfkritik ging es dabei nur am Rande.
Graphic Novels sind seit Jahren ein wachsender Markt im Buchhandel. Eine Ausstellung in Konstanz zeigt noch bis 15. März eindrücklich, woher diese zunehmende Beliebtheit kommt.
St. Gallen enttäuscht und schiesst kein Tor gegen GC. Im Jahr 2026 gelingt weiterhin kein Sieg gegen Teams von unter dem Strich.